Wir begleiten dich auf deiner Nähreise zur selbstgenähten Garderobe

In 5 Schritten zurück zu deiner Nähmotivation

Motivation zum Nähen finden, Nähmotivation finden

Im Englischen gibt es ein tolles Wort aus der Nähcommunity: Sewjo. Das bedeutet so viel wie “Nähmotivation”. Du kennst sicherlich auch das Gefühl, wenn dich der Sewjo mal verlässt. Wenn das gerade der Fall ist, helfen dir diese 5 Schritte zu mehr Nähmotivation sicherlich weiter. Probier' es aus und finde deinen Sewjo wieder! 

1. Plane deine Nähzeit

Plane dir die Nähzeit realistisch ein. In zwei Stunden hast du genug Zeit, um in den Flow zu kommen. Nach drei Stunden schwindet meistens die Konzentration. Deswegen gönne dir nach spätestens 2-3 Stunden eine ordentliche Pause oder plane dir zum Nähen nur 2-3 Stunden Blöcke ein.

Wichtig ist, dass Nähzeit auch wirklich NÄHzeit ist. Wir möchten mit den nächsten Steps vermeiden, dass dir diese durch unterschiedliche Faktoren genommen bzw. gekürzt wird.

2. Feelgood-(Näh)Projekte, um wieder zu deinem “Sewjo” zu finden

Nähmotivation wiederfinden, Motivation zum Nähen finden

Reparaturen erledigen

Breite dazu die Projekte auf dem Boden aus, knipse ein Bild und hake die Teile nach und nach ab. Wenn alle Reparaturen erledigt sind, löschst du das Bild. Wenn du bei Instagram bist, kannst du den Prozess auch in deiner Story posten, bestimmt fühlen sich einige auch motiviert dadurch!

Schrank ausmisten

Teile, die du nicht verkaufen oder verschenken möchtest, kannst du super für zukünftige Nähprojekte hernehmen. Vielleicht entsteht eine Idee für ein Upcycle- oder Redesign-Projekt oder du sammelst sie als Stoff für kleine Schnittteile, wie (Eingriff-)Taschenfutter oder Kinderkleidung.

Das richtige Nähprojekt wählen

Starte mit einem schnellen Erfolg - das motiviert! Wähle ein Modell, dass mit einer oder höchstens zwei Nähsessions genäht werden kann.

Projekte, die in wenigen Stunden genäht sind 

Wenn du zum Nähtyp “Lieber Bekanntes nähen” oder auch "Wohlfühl-Wiederholungstäterin" gehörst, wähle einen Schnitt, den du in und auswendig kennst und bei dem du weißt, dass er dir gut passt. Vielleicht kannst du eine Kleinigkeit daran abändern, damit er deinen Kleiderschrank ergänzt. Wähle eher ein Modell, das dir leicht fällt und bei dem du dir sicher sein kannst, dass es deinem Nählevel entspricht.

Wenn du eher der Nähtyp “Her mit dem neuen (Trend)-Schnittmuster” bist und dich die Herausforderung antreibt, dann nimm dir ein Nähprojekt vor, dass du schon lange gekauft hast oder eines, das auf deiner Wunschliste steht. Ansonsten klick' bei deinem Lieblings-Schnittdesigner rein und hol' dir den neuesten Schnitt.

3. Vorbereitung ist keine Nähzeit!

Deswegen gehen wir da ganz pragmatisch ran: am besten nebenher mit Musik oder Podcast. Widme eine Vorbereitungssession dem Schnittmuster ausdrucken, ggf. abpausen und ausschneiden.

Du nähst einen Schnitt aus deinem Bestand? Woop woop, dieser Schritt entfällt somit für dich! In einer weiteren Vorbereitungssession schneidest du den Stoff zu.

Ist es ein Mini-Nähprojekt, kannst du natürlich auch beide Steps in einem Zug machen. Auch hier solltest du in keinem Fall länger als 3 Stunden daran arbeiten und noch genügend Konzentration am Ende haben, um zu überprüfen, dass du auch alle Schnittteile zugeschnitten hast. 

Nähen organisieren, Nähprojekt organisieren, Nähprojekt planen, Nähmotivation wiederfinden

4. Nähplatz organisieren

Klingt banal, ist aber essentiell! Stell' dir vor, du gehst die Punkte 1 bis 3 durch, bist bereit zum Nähen und dein Nähplatz sieht so aus:

Nähplatz ordnen, Nähtisch ordnen, Nähzimmer ordnen, Ordnung Nähtisch
Die wenigsten von uns würden sich den Aufwand machen und den Platz aufräumen und “Aufräumzeit” von der eingeplanten “Nähzeit” abzwacken. Aber wenn wir ehrlich sind, dauert es gar nicht so lange. Deswegen sollten wir es aber dringend vorher erledigen. Vielleicht direkt nach dem Home-Office-Tag (wenn du am Abend nähst) oder am Abend vorher (wenn du tagsüber nähst).

Gerade für alle, die keinen separaten Nähplatz haben, ist dieser Punkt sehr wichtig. Dann kannst du die Nähmaschine aufbauen und direkt zum nächsten Punkt übergehen…

5. Alle Nähutensilien parat haben

Nähplatz vorbereiten, Nähprojekt vorbereiten

Zeit und Nähprojekt stehen, Nähplatz ist aufgeräumt, Nähprojekt ist zugeschnitten - jetzt kann es losgeh… STOP. Fast ;) Ganz bald!Nur noch checken, ob du alles an benötigtem Nähzubehör parat und griffbereit hast.

Schneiderkreide, Handmaß (oder Maßband), Stecknadeln/Klammern, passendes Nähgarn und Garnschere sind die Essentials, ggf. brauchst du noch andere Sachen, wie Gummiband, die Nähanleitung, etc.

JETZT kann es losgehen! Dein Sewjo wird dir danken. Du wirst sicherlich hoch motiviert sein und direkt dein nächstes Nähprojekt einplanen. Brauchst du Inspiration für ein neues Projekt? Hier geht es zu unseren Schnittmustern.

Zu unseren Schnittmustern 

Happy Sewing!

PS: Inspiriere uns und andere! Teile den Entstehungsprozess deines Nähprojekts auf Instagram und verlinke uns mit @louloute_munich

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